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Test: Ferrari Challenge

Geposted von Wii-Master Am 11. Januar 2009

Wen Mario Kart nicht mehr fordert oder es einfach nicht mehr sehen kann und auf der Suche nach einem realistischeren Rennerlebnis ist, hat auf Wii nicht viel Auswahl. Das kommende Formel-1 Spiel von Codemasters soll angeblich auch auf Wii erscheinen, darüber sind aber kaum Infos zu bekommen.
Bleibt der Griff zu Ferrari Challenge – Trofeo Pirelli. Zu Beginn des Spiels wird man von LeMans-Fahrer Tiff Needell über die Strecke in Fiorano gelotst. Er erklärt dabei die Brems- und Beschleunigungspunkte und wie man den Sportwagen generell auf der Strecke hält. Am Ende erfolgt eine Auswertung der Fahrleistungen. Ganz nett gemacht, leider haut Kumpel Tiff dann wieder ab und ward nie mehr gesehen.

Zu Beginn ist der Hauptwagen des Spiels auch direkt verfügbar, schließlich geht es hier um die F430 Challenge, die in 3 Serien läuft: Italien, Europa und Amerika. Entsprechend auch aus der Formel-1 bekannte Rennstrecken wie Hockenheim, Monza oder Spa sind mit von der Partie. Je weiter man im Spiel fortschreitet umso mehr Wagen und Strecken werden frei geschaltet, die dann außerhalb der Meisterschaft auch im Arcademodus oder als schnelles Rennen gefahren werden können. Das gleiche gilt für die Autos – nach und nach schaltet man Klassiker oder Supersportwagen frei.

Startet man eine Meisterschaft im Herausforderungsmodus, hat man die Möglichkeit ein Qualifikationsrennen zu bestreiten oder gleich ins Rennen zu gehen. Durch den Verzicht auf die Qualifikation startet man allerdings vom letzten Platz. Das Hauptrennen ist aufgeteilt in 2 Rennen, wobei man im 2. Rennen mit der Endposition des ersten Rennens startet.
Natürlich kann man vorher die Box aufsuchen und den Wagen einstellen. Hier ist auch ein echter Kritikpunkt: Warum kann man nicht vor der Qualifikation eine Trainingssession machen und die korrekte Fahrzeugeinstellung vornehmen? Das geht nur zwischen den einzelnen Sessions des Rennwochenendes.
Die Einstellmöglichkeiten sind nicht sonderlich umfangreich. Hauptsächlich sind Änderungen am Fahrwerk möglich, warum man hier auf eine individuelle Getriebeabstufung verzichtet hat weiß ich nicht. Auf Strecken mit langen Geraden wie Monza würde man sich das wünschen. Aber vielleicht ist das in der Original Rennserie auch nicht möglich. Wer hier also so eine umfangreiche „Werkstatt“ wie beispielsweise bei Grand Prix 4 erwartet wird enttäuscht.

Beim fliegenden Start des Rennens findet man sich mit 7 weiteren Gegnern auf der Start und Zielgeraden wieder. Diese verhalten sich recht intelligent, blocken und drängeln recht ordentlich. Nach einigen gefahrenen Rennen ist es allerdings noch nicht passiert das sich einer mal verbremst, ins Kiesbett rasselt oder aus eigener Kraft einen Unfall verursacht. Nach einem Fahrfehler findet man sich schnell am Ende des Feldes wieder und hat alle Hände voll zu tun aufzuholen. Bis Platz 5 ist das auch kein großes Unterfangen, jeder weitere kleine Fahrfehler verhindert aber meist noch mehr Plätze gut zu machen. So dreht man viele Runden alleine und schielt immer auf den Zeitabstand zum Vordermann. Ein paar mehr Gegner hätten hier wirklich gut getan, so wie hier.

Die Autos fahren sich sehr gut, zu empfehlen ist allerdings die Steuerung mit Wiimote und Nunchuk. Die Steuerung mit dem Wii Wheel ist zu schwammig und ungenau. Besonders mit manueller Schaltung kann man beim Herausbeschleunigen aus Kurven nicht hochschalten, weil man die Knöpfe nicht erreicht. aber dafür gibt’s ja die Automatikschaltung…
Mit der Zeit kann man den Wagen geschickt auch aus brenzligen Situationen herausdriften auch wenn man den Bremspunkt mal nicht trifft. Gezielte Heckschwinger helfen einem dann doch noch um die engste Kurve. Die aktivierbaren Fahrhilfen (Idelalliene, ABS, ESP) helfen Einsteigern mit den gut motorisierten Rennwagen klar zu kommen, Profis schalten zumindest das ESP ab.

Grafisch überzeigt Ferrari Challenge durch detaillierte Strecken, Monza und Spa werden alten Grand-Prix-4 Veteranen Tränen in die Augen treiben, man kann die Strecken auf Anhieb im gewohnten Stil fahren. Bestens umgesetzt!
Die Autos sehen auch gut aus, der Sound ist von allen Fahrzeugen original digitalisiert worden. Von der Cockpitansicht bis zu Stoßstangenkamera sind alle Rennspielüblichen Perspektiven vertreten und sollten so für jeden die richtige Ansicht bieten. Leider ist die Bedienung des Menüs ein wenig träge geraten. Bis bei der Fahrzeugauswahl das Fahrzeugmodell geladen ist, könnte man in den Nunchuk beißen.

Ferrari Challenge – Trofeo Pirelli ist sicher nicht das beste Rennspiel, aber eines der besten für Wii. Ein paar Mankos hier und da die nicht hätten sein müßen, vermittelt das Spiel dennoch ein realistisches Fahrgefühl. Für Rennspieler mit profesionellem Anspruch auf jeden Fall empfehlenswert bis Codemasters zu Potte kommen.

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